An diesem schönen Tag haben wir - das sind Rob, Vroni, Sabine und ich - uns vorgenommen, einen Ausflug zu den Niagara Wasserfällen zu unternehmen. Die Hawaii-Party vom Vorabend steckt uns noch in den Knochen, wir kommen nicht so richtig auf Touren. Ein gemeinsames Frühstück bei Sabine macht uns jedoch munter und so schaffen wir es, irgendwann am Mittag gen Osten aufzubrechen.
Wen es interessiert: Die Niagara Wasserfälle gehören zu den größten, interessantesten und berühmtesten der Welt. Über eine 50-60 Meter hohe Geländestufe stürzen die Wassermassen in die Tiefe und zwängen sich dann durch eine 80-300 Meter breite Schlucht bis hin zum Lake Ontario. 90 % des Wasser fließt über die hufeisenförmigen (logisch) Horseshoe-Falls, die durch eine 675 Meter lange Abbruchkante beschrieben werden.
Die Entstehung der Niagarafälle reicht in die letzte Eiszeit zurück. Damals bahnte sich der Fluss auf höherem Niveau seinen Weg über ein Kalksteinplateau, das Teil des lang gestreckten Niagara Escarpment ist. Die Abbruchkante lag damals noch viel näher am Lake Ontario, wanderte aber durch rückschreitende Erosion relativ schnell flussaufwärts. Gegenwärtig hat sich die Erosion deutlich verlangsamt, da ein großer Teil (ca. 50%) der Wassermassen auf Wasserkraftwerke umgeleitet wird. So wandert die Kante um "nur" 6-30 cm pro Jahr. Trotz dieser Wasserumleitung fließen noch immer 6000 m3/s über die Abbruchkante.
So, nun gibt's ein paar Bilder aufs Auge:
Die Stadt Niagara Falls, die ihre mit Beton verbaute Front bis an die Fälle heran geschoben hat, reizt uns nicht besonders und so bleiben wir etwa eineinhalb Stunden, dann machen wir uns auf den Rückweg.