30. Juni 2004 - 9. Tag
Als
wir am Morgen aufstehen liegt dichter Morgennebel über dem Laxsjön, aber schon
während des Frühstücks dringt die Sonne durch. Nach der Auffüllung der
Vorräte am Vortag gibt es heute Brötchen mit Nutella - lecker! Heute haben wir
nur eine recht kurze Etappe vor uns und entsprechend gemütlich lassen wir es
angehen. Als wir uns schließlich auf den Weg machen hat die Sonne schon allen
Nebel vertrieben und wir paddeln auf einem spiegelglatten See.
Wir paddeln in die erste
große Bucht, an Knösteviken vorbei bis ans nordwestliche Ufer. Hier
portagieren wir um zwei Industrieanlagen herum und überqueren dann die 164
westlich von Skåpafors. Vor uns liegen der letzte Abschnitt bevor wir
morgen wieder nach Kråkviken zurückkehren. Dieser Abschnitt ist jedoch
noch einmal so wunderbar unberührt, dass wir uns der Zivilisation wieder etwas
entkommen fühlen können. An der
Einsetzstelle (einem Rastparkplatz and der 164) machen wir unsere Mittagspause.
20 Minuten nach unserem Aufbruch auf dem Svärdlången (an dessen Ufer man
nicht wild, sondern nur auf den vorgesehenen Plätzen campen darf) hören wir schon keine
Autos und LKWs mehr. Die Natur hat uns wieder. Wir paddeln noch etwa 5 km bevor
wir den DANO 50 Lagerplatz zu unserem Nachtlager auserwählen. Die Sonne brennt
mittlerweile wieder auf uns herab und in der Hitze lassen wir uns zu einem Bad
im (immer noch kalten) See verleiten. Als 2 Stunden später eine andere Gruppe
Kanufahrer anlandet, sind wir ganz froh, dass es nicht genug Platz für deren Zelt
gibt, da sich der Lagerplatz auf einem dicht mit Bäumen bestandenen
Felshügel einer Halbinsel befindet. So haben wir auch in der letzten Nacht den
Platz für uns allein. Zum Abendessen gibt es heute Reis mit Tacosoße und
Buletten. Als wir später am Abend am Feuer sitzen kommt eine
Entenfamilie aus dem Wasser, wo wir unseren Kanadier liegen haben und marschiert
dann im Entenmarsch den Hügel zu der Schutzhütte hinauf, beäugt uns und setzt
den Weg auf der anderen Seite der Halbinsel fort, wo sie wieder ins Wasser
gleiten. Später am Abend versucht sie es noch mal, diesmal aber misstrauischer.
Wir fühlen uns irgendwie im Weg ;-))
|
|
|
|
|
|