Addo Elephant Park
23. Januar 2002
Nach einem
reichhaltigen Frühstück lassen wir uns vom Herbergsbesitzer nach Storms River
zurückfahren, von wo aus wir gleich auf der N2 gen Osten weiterfahren. Wir
stoppen kurz am Big Tree, einem 800 Jahre alten, riesigen Yellowwood. Zurück auf der N2
passieren wir Port Elisabeth und halten uns nördlich bis wir schließlich am
Nachmittag am Addo Elephant Park ankommen. Unser Zeitplan
sieht etwas eng aus, da wir am nächsten Abend im ca. 800 km entfernten
Stellenbosch sein müssen. Aber wir wollten es uns nicht nehmen lassen, auf
unserer Südafrika-Tour Elefanten zu sehen. Auf dem Zeltplatz des Parks schlagen
wir unser Lager auf und merken erst nicht, was sich da auf uns zu bewegt. Von
weitem sieht es aus wie ein großer Stein, der bei unserer Ankunft noch nicht
dort lag, bei näherem Hinsehen erkennen wir eine riesige Schildkröte, die hier
den Rasen mäht ;-)) Nachdem das Zelt errichtet ist legen wir einige Filmrollen
bereit und fahren mit unserem Wagen in den eigentlichen, umzäunten Park. Auch
hier kann man mit dem PKW auf Selbstfahrsafari gehen, viele Kilometer
Schotterpiste erlauben einen Eindruck vom Park und seinen Bewohnern zu bekommen.
Und tatsächlich, keine 200 Meter hinter dem Einfahrtstor stoßen wir auf die
erste Herde Elefanten. Etwas abseits der Strasse steht eine Gruppe von etwa 20
Tieren im niedrigen Gebüsch und labt sich an den grünen Blättern. Die Herde
lässt sich von den Autos, die keine 10 Meter entfernt stehen, überhaupt nicht
stören und wir können die majestätischen Tiere in aller Ruhe betrachten.
Nach 20 Minuten reißen wir uns los, schließlich wollen wir noch etwas mehr vom
Park sehen. Wenig später entdecken wir ein Red Hartebeest, das auf einer grünen
Fläche steht und äst.
Wir folgen der Schotterstrasse weiter in den Park hinein und können neben weiteren vereinzelten Elefanten auch eine kleinere Schildkröte und eine Warzenschweinfamilie beobachten. Schließlich treffen wir an einem Wasserloch auf eine große Herde Elefanten, etwa vierzig Tiere stehen hier. Es ist völlig faszinierend, diese großen grauen Riesen anzusehen.
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Als wir schon über eine halbe Stunde die Tiere beobachten, setzt sich die Herde plötzlich in Bewegung und zieht in unserer Richtung weiter. Dabei kommen die mächtigen Bullen sehr nahe an unseren Wagen heran und wir können einige aus geringer Entfernung knipsen.
Nach 10 Minuten sind die Tier fast im Busch verschwunden und auch wir fahren weiter. Es ist mittlerweile schon spät geworden und wir halten uns gen Ausgang. Ab und zu sehen wir noch einen Strauß oder ein Red Hartebeest bevor wir den Park verlassen. Nach dem Essen legen wir und bald schlafen, denn bevor es morgen zurück nach Stellenbosch geht wollen wir nochmals auf Safari gehen.
24. Januar 2002
Der Park macht um 7 Uhr auf und beinahe pünktlich fahren wir los. Diesmal befahren wir eine andere Schleifen, die uns im großen Bogen durch einen Teil des Parks führt. Immer wieder treffen wir auf Tiere, darunter Schakale, Sekretärsvögel, Schildkröten, Strauße, Warzenschweine, Red Hartebeest, sogar ein Kudu auf wilder Flucht.
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Gegen 10 Uhr müssen wir leider aufbrechen, es liegen noch 800 km Fahrt vor uns. Wir bereuen den weiten Mehrweg jedenfalls nicht, ganz im Gegenteil! Der Aufenthalt hier im Addo Elephant Park ist ein fantastisches Erlebnis, das ich keinesfalls missen möchte. Auf der weiten Fahrt nach Stellenbosch halten wir nur selten, z.B. als eine Herde Paviane auf der Autobahn herumtobt.
Die letzten Tage waren recht regnerisch und auch auf der Fahrt ist das Wetter eher durchwachsen. Als wir kurz vor Botrivier von der N2 nach Norden abbiegen klart es plötzlich auf und wir hoffen auf schönes Wetter in den nächsten Tagen. Über eine Passstrasse gelangen wir schließlich ins Franschoek-Tal und in der Tat lacht uns in der Weinregion die Sonne.