Orange River / Augrabies Falls
8. Februar 2002
Am
Morgen verlassen wir Twee Rivieren und fahren südwärts Upington,
wo wir ein wenig bummeln gehen. Wenig später machen wir uns wieder auf den Weg
nach Augrabies. Unterwegs haben wir den fünften Platten, den wir diesmal
für 10 Rand reparieren lassen können. Am späten Nachmittag gelangen wir zum
Augrabies National Park, wo wir für die Nacht einen Bungalow mieten.
Im
Abendlicht erkunden wir zunächst die fantastischen Wasserfälle des Orange River,
der hier 60 Meter in die Tiefe fällt. Später entspannen wir uns noch etwas am
Pool bevor wir im Restaurant afrikanische Wildspezialitäten wie z.B.
Warzenschwein-, Straußensteak und Springbokgulasch genießen.
9. Februar 2002
Leider müssen wir heute früh den Park gleich verlassen, weil wir am Abend bereits in Vioolsdrif sein müssen. Der Park hat noch einiges mehr zu bieten als die an sich aber auch schon lohnenswerten Fälle. Wir folgen der N14 westwärts und gehen in Springbok lecker essen. Wenig später erreichen wir den Grenzort Vioolsdrif, wo wir wieder nach Namibia einreisen, dann aber mit Billigung der Grenzbeamte auf der südafrikanischen Seite dem Orange River folgen bis wir zum Camp des Kanutourveranstalters. Später am Nachmittag fahren wir mit einer Gruppe von 11 Leuten und unseren zwei Führern Craig und Pike wiederum zur Grenze und veranstalten dasselbe Spiel wie schon zuvor. Um offiziell wieder zum Lager zurückzukehren paddeln wir einige Kilometer auf dem Oranje (Orange River). Den restlichen Tag verbringen wir entspannt im Camp und lassen uns mit einem leckeren Braai verwöhnen.
10. Februar 2002
Am
Morgen gibt es ein kurzes Frühstück, dann beladen wir die Boote. Jedes Boot
bekommt eine große Kühlbox mit einem Block Eis für die Getränke und frisches
Obst. Dann legen wir ab und lassen uns erstmal treiben. Der Orange River führt
heute 1,20 Meter Hochwasser und ist recht reißend. Ohne viel Paddeln
gelangen wir einige Kilometer flussabwärts, wo wir zur Mittagspause anlanden.
Unsere Guides versorgen uns mit Hotdogs und Kartoffelsalat. Nach einer längeren
Pause kehren wir auf den Fluss zurück. Nach insgesamt 27 km, von denen wir nur
wenige wirklich gepaddelt sind, erreichen wir unseren Lagerplatz für die Nacht
und entladen die Boote. Den Rest des Tages spannen wir aus und lassen uns mit
einem Hackfleischtopf mit Nudeln bekochen. Zum Nachtisch gibt es einen Orange
River San Pedro (Whisky, Vanilleeis, Zucker, Schokosoße und Kaffee). Am Abend
können wir haufenweise Sternschnuppen beobachten bevor wir uns in die Zelte
verdrücken.
11. Februar 2002
Nach
French Toast zum Frühstück packen wir unseren Kram und lassen uns schon bald
wieder auf dem Oranje treiben. Zur Mittagszeit halten wir wieder mal an und
legen eine Fiesta ein. Zum Snack zwischendurch gibt es Nudelsalat mit Sardinen
und Ananas. Am frühen Nachmittag landen wir nach 30 Tageskilometern an und
entspannen uns.
Zum Abendessen zaubern uns Craig und Pike Lammbraten mit Kartoffelnbrei und Knobibrot. Bei Wein und Cidre quatschen wir noch bis tief in die Nacht.
12. Februar 2002
Nach
Marmeladentoast, Eiern und Speck geht's wieder auf den Fluss. Wir fahren einige
größere Stromschnellen hinunter und halten dann an, um mit unseren Schwimmwesten
als Auftriebkörper durch die Schnellen zu schwimmen. Heute ist es wieder so
heiß, dass wir uns sowieso von Zeit zu Zeit über Bord fallen lassen um uns
abzukühlen. Am Nachmittag landen wir an und werden einer nach Stärkung von
einem Truck abgeholt. Zurück im Camp gönnen wir uns eine erfrischende Dusche und
fahren dann noch auf einen Felsen, der den Fluss überblickt.
Hier
genießen wir den Sonnenuntergang und genießen später ein fantastisches Braai im
Camp. Der Nachtisch setzt dem ganzen noch ein I-Tüpfelchen auf: frischer
Apfelstrudel mit Vanilleeis, den leckersten, den ich je gegessen habe ;-)) Wir
verbringen noch einen sehr lustigen Abend im Camp und bleiben noch lange auf.
13. Februar 2002
Wir stehen
früh auf und brechen ohne Frühstück auf gen Süden. In Springbok
frühstücken wir ausgiebig und fahren dann durch bis Kapstadt. Dort bummeln wir
noch über den Green Market und die Waterfront. Am Abend fahren wir
weiter nach Stellenbosch, wo wir übernachten wollen. Leider sind die
Backpacker alle ausgebucht und so mieten wir zwei Zimmer in der Stellenbosch
Lodge. Zum Abendessen gehen wir zum Fishmonger, einer
Fischrestaurantkette, wo wir fantastischen Fisch bzw. Calamari essen.
14. Februar 2002
Nach einem vielseitigen Frühstück vom Buffet lassen wir den Wagen waschen und erledigen noch einige Einkäufe. Gegen 12 Uhr geben wir am Flughafen unseren Mietwagen zurück, nach insgesamt 7000 km. Ein letztes Mittagsmahl im Flughafen, dann müssen wir einchecken. Geraldine wird noch einige Tage hier bleiben, um die Arbeit für ihre Diplomarbeit zu Ende zu bringen. Mein Flug nach Johannesburg startet etwas später als der von Steffen und Gudi, aber im Flieger weiter nach Frankfurt treffe ich die beiden wieder. Gegen 5 Uhr kommen wir wohlbehalten am Flughafen Frankfurt an. Hinter uns liegt ein fantastischer Urlaub, der unglaublich viele Eindrücke bei uns hinterlassen hat. Auch wenn wir weit herum gekommen sind, gibt es in Südafrika / Namibia noch vieles zu entdecken. Aber es muss ja noch etwas für den nächsten Urlaub bleiben ;-))
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| Steffen | Gudi | Geraldine | Thomas |